Pumi – Der energiegeladene ungarische Hütehund

    Geschichte

    Der Pumi entstand im 17. bis 18. Jahrhundert durch Kreuzungen von einheimischen Pulik mit briard-ähnlichen Terriern und Treibhunden aus Frankreich und Deutschland. Ziel war ein kleiner, intelligenter und wendiger Arbeitshund für die Hirten Ungarns.

    Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren Pumi und Puli kaum zu unterscheiden. Erst 1960 wurde die endgültige Trennung der Rassen vollzogen, und der Pumi erhielt einen eigenen Rassestandard. Bis heute wird der Pumi als Treib- und Hütehund eingesetzt, entwickelt sich aber zunehmend auch zum lebhaften Familienhund.

    Aussehen und Wesen

    Der Pumi ist mittelgroß, kräftig gebaut und aufmerksam. Die Stehohren neigen sich leicht nach vorne, die Nase ist gestreckt, und der Hals wird stolz getragen.

    Maße nach Standard:

    • Rüden: 41–47 cm, 10–15 kg

    • Hündinnen: 38–44 cm, 8–13 kg

    Charaktereigenschaften:

    • lebhaft, intelligent und mutig

    • kinderlieb, sozial und anhänglich

    • treu, aufmerksam und vielseitig einsetzbar

    Der Pumi ist ein energiegeladener, neugieriger Hund, der sich eng an seine Menschen bindet und Freude daran hat, Neues zu lernen.

    Beschäftigung und Haltung

    Der Pumi liebt geistige und körperliche Herausforderungen. Er eignet sich ideal für:

    • Agility, Obedience, Treibball, Fährtenarbeit

    • Reitbegleithund, Wandern, Radfahren

    Haltung:

    • Ein Haus mit eingezäuntem Garten oder Hof ist optimal

    • Lange Spaziergänge, Hundesport und geistige Beschäftigung sind notwendig

    • Kann bei ausreichender Auslastung auch in der Wohnung gehalten werden

    • Pumi ist wachsam, arbeitsfreudig und manchmal anfangs skeptisch gegenüber Fremden

    • Gut hält man ihn auch mit einem zweiten Hund

    Erziehung

    Die Erziehung beginnt mit dem Einzug des Welpen. Konsequenz, Geduld und liebevolle Führung sind entscheidend.

    • Welpen brauchen klare Regeln von Anfang an

    • Gemeinsames Spiel stärkt Bindung, Konzentration und Lernfähigkeit

    • Hundeschule und Sozialkontakte mit Artgenossen empfohlen

    • Selbstbewusst und sensibel: klare Regeln, Lob und Konsequenz sind die Basis

    Mit konsequenter, liebevoller Erziehung wird der Pumi zu einem treuen, intelligenten Begleiter und Familienhund.

    Fell und Pflege

    Der Pumi besitzt ein pflegeleichtes, nicht haarendes Haarkleid, das ihn auch für Allergiker geeignet macht. Die Haare sind 4–7 cm lang, wellig oder drahtig, mit weicher Unterwolle.

    Fellfarben: anthrazit, weiß, schwarz, falbe (rot, creme, gelb). Viele Pumis werden schwarz geboren und ändern später ihre Farbe, bleiben aber meist einfarbig.

    Pflegehinweise:

    • Welpen: Fell nur sanft mit den Fingern durchkneten, damit sie sich ans Anfassen gewöhnen

    • Junghunde: Ab 3 Monaten vorsichtig Haare an Augen und Ohren kürzen

    • Ab 4–6 Monaten: alle 3 Monate das Fell in Form bringen (Schere oder Schermaschine), Ohren in Form schneiden

    • Erwachsenenfell: sehr pflegeleicht, regelmäßiges Kämmen alle 2–3 Wochen genügt

    • Baden nur bei Bedarf oder mit klarem Wasser; Shampoo höchstens alle 6 Monate

    • Fell ist selbstreinigend, Schmutz fällt nach dem Trocknen meist von selbst ab

    • Trimmen kann zuhause erlernt werden, Züchter oder Hundesalons stehen unterstützend zur Seite

    Weitere Informationen zur Hunderasse

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    FCI-Rassestandard der Hunde

    Über uns

    Der Klub für Ungarische Hirtenhunde e.V. (KfUH) ist ein deutscher Verein, der sich der Zucht, Haltung und Förderung ungarischer Hirtenhunderassen wie Kuvasz, Komondor, Puli, Pumi und Mudi widmet. Ziel des Vereins ist es, die genetische Gesundheit, rassetypische Merkmale und die Öffentlichkeit für ungarische Hirtenhunde zu fördern.